One person can make a difference & everyone should try. (J.F.K.)

Bildschirmfoto 2014-12-17 um 14.46.05

Weihnachtszeit. Die Zeit, in der – so scheint es zumindest – viele Menschen etwas Gutes tun wollen. Schlimm genug, dass man einen Anlass, ein Mal pro Jahr, braucht, um etwas Uneigennütziges tun zu wollen. Aber immerhin besser als nichts! Ich habe oft das Gefühl, dass viele Menschen gerne etwas verändern würden, helfen würden, nützlich sein würden. Und vor allem: sehr viel darüber reden. Aber bei wem bleibt es dann nicht nur beim darüber reden? Ich weiß es nicht, aber ich traue mich, zu behaupten, dass der Anteil wahrscheinlich verschwindend gering ist. Es geht dabei darum, etwas Gutes zu tun. Das muss nicht heißen, dass man viel Geld irgendwohin spendet, nur, um sich nach 2 min Aufwand, den das in Anspruch nimmt, besser fühlen zu können. Das kann man auch mit kleinen Gesten, die zeigen, dass wir an unsere Mitmenschen denken. Letzte Woche ging vor mir ein älterer Herr am Krankenhaus in Graz die Treppe hinauf, mit einem Koffer, den er kaum tragen konnte. Ich hab gefragt, ob ich ihm helfen könne und er nahm meine Hilfe dankend an. Ich konnte die Tasche selber schwer tragen, aber ich bin jung und ich hatte auch keinen Bandscheibenvorfall (so wie er). Um uns rum waren genug andere Personen unterwegs. Kam irgendjemand auf die Idee, zu helfen? Nein. Lieber wegsehen.

Letztes Jahr (etwa um die gleiche Jahreszeit) war ich mit Coffin im Park unterwegs und bemerkte eine ältere Dame, die mit einer Krücke (!!!) versuchte, so gut wie möglich einen Weihnachtsbaum hinter sich herzuziehen. Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, wie “gut” das ging. Sofort bin ich hin, um ihr den Baum abzunehmen. Ich begleitete sie nach Hause und trug den Baum bis vor ihre Haustüre. Was sie mir auf dem Weg dorthin erzählte, machte mich einfach nur fassungslos. Sie kaufte den Baum im Park und wollte sich dann mit einem Taxi nach Hause bringen lassen. Als sie dem Taxifahrer sagte, wo sie wohne (mit dem Auto nur ein paar Minuten), entgegnete ihr dieser, dass er sie nicht mitnehmen würde. Es könne in der kurzen Zeit, die er dann unterwegs wäre, ja ein anderer Kunde auftauchen, der einen weiteren Weg haben könnte und ihm aber dann durch die Lappen gehen würde. Sprich, er ließ die Dame mit Krücke und dem Baum einfach stehen und sie sollte sehen, wie sie nach Hause kommt. Ich meine, geht’s noch? Ich will mit diesen Geschichten nicht sagen, dass ich der Standard bin, wenn es um soziales Handeln geht, ich bin auch nicht perfekt. Es geht viel mehr darum, zu zeigen, wie einfach es sein kann, jemand anderem sein/ ihr Leben für einen kurzen Moment um einiges leichter zu machen. 

Wenn ihr wirklich etwas Gutes tun wollt, sei es zu Weihnachten oder zu sonst einer Zeit, dann seid ihr diejenigen, die nicht wegsehen! Die, die ohne zu zögern ihren Platz in der Straßenbahn hergeben. Die, die Älteren beim Tragen der Einkäufe helfen. Die, die der Omi, die vor einem an der Kasse steht, die Münzen wieder aufheben (und nicht die, die genervt seufzen oder motzen). Die, die den Jungen im Rollstuhl, der von anderen komisch angesehen wird, freundlich ansehen.
Gerade um Weihnachten (ist eben auch die Zeit, während der besonderer Bedarf besteht) finden viele Sammelaktionen oder andere gemeinnützige Aktionen statt, die sozial schwächeren Personen zugutekommen. Ich bin mir sicher, auch in eurer Stadt. Also informiert euch doch mal, selbst, wenn man eine Mütze oder einen Schal strickt oder für einen Tag Suppe ausschenken hilft – das zählt!213

Bilder: Pinterest

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2 Comments

  1. Du sprichst genau das aus, was ich mir zu dieser Thematik auch denke! Schön, dass es dennoch Menschen gibt, die solch eine Einstellung an den Tag legen!

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